Die Bachblüten wurden von Dr. Edward Bach bereits in den 1930er Jahren entdeckt. Er ging damals davon aus, dass jede körperliche Erkrankung eine seelische Störung als Ursache habe. Diese Störung zu beheben, so Dr. Bach, würde auch die körperliche Erkrankung beseitigen. Insgesamt hat Bach damals verschiedene, disharmonische Seelenzustände beschrieben. Jedem dieser Zustände hat er einen Blüten- oder Pflanzenteil zugeordnet und daraufhin die Bachblütentherapie, wie wir sie noch heute kennen, entwickelt.

 

Kaum Beachtung zu Beginn

Bachblüten im Set

Bachblüten im Set (© Schlierner)

Anfangs hat die Bachblütentherapie aber kaum Beachtung gefunden. 1936 wurde die Therapie nahezu gänzlich aufgegeben. In den 1970er Jahren jedoch wurde sie wieder entdeckt, und zwar von Mechthild Scheffer, einer Heilpraktikerin. Sie verhalf den Bachblüten zum erneuten Aufstieg und begann damit, sie nicht nur bekannt zu machen, sondern sie auch zu vermarkten. Anfangs hatte sie nur wenig Erfolg damit und auch später besserten sich die Erfolgsaussichten kaum.

Die Wende kam erst 1995, als die Bachblütentherapie in einer Talkshow im Fernsehen vorgestellt wurde. Seither erregte sie großes Aufsehen und die Nachfrage nach den Essenzen aus den Blüten stieg wieder deutlich an. Heute kann man sich in unzähligen Fachbüchern über die Bachblüten und ihre Wirkungen, sowie die genauen Beschreibungen der Therapie informieren.

 

Grundlagen der Bachblüten Therapie

Als Grundlage gilt nach wie vor, dass jeder negativ behaftete Seelenzustand einer bestimmten Essenz zugeordnet wird, mit der dieser bekämpft werden kann. Die Bachblüten Wirkung sieht nun vor, diese negativen Zustände wieder zu harmonisieren. Jedoch geht man dabei nicht nach dem Ähnlichkeitsprinzip vor, wie man es aus der Homöopathie kennt. Stattdessen wird ein Gegenpol zur eigenen Stimmungslage eingesetzt, um einen Reiz zu setzen. Alle Essenzen tragen englische Namen. Die Pflanzen und Pflanzenteile, aus denen sie hergestellt werden, sind allerdings laut der Pflanzenheilkunde keine klassischen Heilpflanzen.

 

Die Herstellungsverfahren der Bachblüten-Essenzen

Natürlich müssen die Essenzen aus den Bachblüten hergestellt werden und hier hat sich seit der Einführung des Herstellungsverfahrens durch Bach nicht viel verändert. Die Sonnenmethode kommt zur Anwendung. Die frisch  geernteten Blüten und andere Pflanzenteile werden dazu in eine Schale Wasser gelegt und anschließend für vier Stunden in die Sonne gestellt.

Alternativ dazu können die Bachblüten eine halbe Stunde lang gekocht werden. Das ist insbesondere bei holzigen Pflanzenteilen sinnvoll. Auch Bachblüten und Pflanzen, die in der sonnenarmen Zeit geerntet werden, lassen sich so herstellen. Nach dem Sonnen- oder Wasserbad werden die Tinkturen mit Alkohol konserviert. Dafür werden sie in einem Verhältnis von 1:240 verdünnt. Zum Schluss werden sie in die so genannten Stockbottles abgefüllt, die als Vorratsflaschen jeweils zehn Milliliter Bachblüten Tropfen enthalten.

 

Wie wirken die Bachblüten genau?

Jeder Bachblüten-Essenz ist eine individuelle Wirkung zugeordnet. So wird Aspen gegen Ängste, Chetnut Bud zur Verbesserung der Lernfähigkeit und Crap Apple bei Waschzwängen eingesetzt. Die Olive soll bei Überforderung und Erschöpfungszuständen helfen und Red Chestnut wird für Personen eingesetzt, die sich mehr um andere, als um sich selbst kümmern. Hier die konkreten Wirkungen aller 38 Bachblüten aufzuzählen, würde allerdings den Rahmen sprengen.
Wichtig zu nennen sind jedoch die Bachblüten Notfalltropfen. Sie gelten als bekannteste Essenz unter den Bachblüten und können in allen akuten Notsituationen hilfreich sein. So wirken sie etwa bei

  • Streitigkeiten,
  • anstehenden Gerichtsterminen,
  • Prüfungsängsten oder bei
  • Trauerfällen.

In diesen Bereichen eingesetzt, sollen die Bachblüten Notfalltropfen in erster Linie eine beruhigende Wirkung auf den Einnehmenden ausüben.